CORVUS CORAX – DIE KÖNIGE DER SPIELLEUTE
Wie keine andere Musikgruppe schaffen es Corvus Corax,
die überlieferten Melodien und Texte mittelalterlicher Spielleute wieder
zu beleben und heute, teilweise über 1000 Jahre später, das Publikum
damit erneut in ihren Bann zu ziehen und nicht selten zum Tanzen zu
bewegen. Viele stellen sich das Mittelalter eher düster vor und
musikalisch wird diese Zeit häufig mit den Gregorianischen Chorälen
verbunden, die schön aber nicht minder schwermütig im Klang sind. Doch
es gab natürlich, wie zu allen Zeiten, auch damals genug Menschen, die
Spaß am Leben, dem Tanz und der Musik hatten. Corvus Corax
entführen uns in diese unbekannte und erstaunliche Welt voller Mystik
und rauer Lebensfreude. Fast greifbar ist das Bild, das die
Interpretation mittelalterlicher Musik durch Corvus Corax
erzeugt. Menschen, die zusammensitzen, feiern, Met trinken und der Musik
der fahrenden Spielleute und ihren seltsamen Geschichten aus fremden
Ländern lauschen.
DIE GESCHICHTE VON CORVUS CORAX
1989 standen die Begründer der Band erstmals unter dem
Namen Corvus Corax auf der Bühne und legten mit ihrer
eigenwilligen Interpretation mittelalterlicher Melodien nicht nur den
Grundstein für die eigene unglaubliche Bandgeschichte. Es war auch der
Anfang einer völlig neuen Musikrichtung, die inzwischen weltweit eine
aktive Mittelalter-Szene hervorgebracht und inspiriert hat. Schon in den
ersten Jahren stießen drei weitere Spielleute zur Gruppe und als sich
1992 die Stammbesetzung endgültig formiert hatte war der Name Corvus
Corax bereits über die Mittelalter-Szene hinaus international ein
Begriff. Die Dudelsäcke sind das Markenzeichen der Band, aber das
Instrumentarium umfasst unter anderem auch Schalmeien, Drehleier,
Trummscheit, Businen, Flöten, Sister und nicht zuletzt eine Vielzahl von
Trommeln und Pauken. All die Jahre haben die Musiker von Corvus Corax
die vereinzelt überlieferten Melodien mittelalterlicher
Spielmannsmusik in Bibliotheken aufgestöbert und kühn bearbeitet, das
Leben der Spielleute studiert und selbst nachgelebt, die alten
Instrumente in der eigenen Werkstatt rekonstruiert und mit
spielpraktischen Erfahrungen weiterentwickelt. Direkt von der Straße aus
eroberte